Spezielle Abklärung

Wurde festgestellt, das ein Harnstein aus Kalziumphoshat besteht, so müssen die Ursachen für den erhöhten Säurewert des Harns sowie für die erhöhte Kalzium- und Phosphatausscheidung im Harn abgeklärt werden!

Mögliche Ursachen:

Eine Entzündung

Dies kann durch einfache Laboruntersuchungen abgeklärt werden. Reine Kalziumphoshatsteine beruhen relativ selten auf eine Entzündung.

Unzureichende Harnsäure

Im Nüchternharn (erster Morgenharn) besteht ein hoher Säurewert (ph). Durch Gabe von Stoffen, die den Harn normalerweise ansäuern (z.B. Ammoniumchlorid), kann die Säuerungsfähigkeit der Niere geprüft werden. Hierzu wird der Ammoniumchlorid- Belastungstest durchgeführt.

Erhöhte Ausscheidung von Kalzium

Durch eine Fehlfunktion der Niere kann vermehrt Kalzium mit dem Harn ausgeschieden werden. Eine erhöhte Kalizumausscheidung kann auch durch eine Erkrankung der Nierenkanälchen verursacht werden. Der Harn wird dann nicht mehr genügend angesäuert, und dies führt letztlich zu einer Steigerung der Kalziumausscheidung im Harn.

Erhöhte Ausscheidung von Phosphat

Die vermehrte Phosphatausscheidung kann durch eine Fehlregulierung in der Niere zustande kommen. Ob eine ungenügende Harnsäuerung vorliegt, kann mit dem Amminiumchlorid- Belastungstest überprüft werden. Jedoch kann auch eine Überfunktion der Nebenschilddrüse die Ursache einer erhöhten Phosphatausscheiung sein. Durch die Überfunktion der Nebenschilddrüse wird ein Hormon (Parathormon) vermehrt an den Körper abgegeben. Dieses Hormon reguliert zusammen mit Vitamin D den Knochenstoffwechsel. Bei einer vermehrten Bildung von Parathormon kann sowohl Kalzium- als auch Phosphatausscheidung im Harn stark erhöht sein.

  • Reine Kalziumphoshatsteine bilden sich selten unter den Bedingungen einer Entzündung.
  • Bei reinen Kalziumphoshatsteinen muß der Kalzium- und der Phosphor- Stoffwechsel genau untersucht werden.