Form, Farbe und Oberfläche von Harnsteinen

Die Mehrzahl der Harnsteine wird in der Niere gebildet. Sind sie relativ groß, so ist ihre Form häufig dem Ort der Entstehung angepasst. In der Abbildung sind verschiedene Beispiele zusammen gestellt. Wachsen sie als Papillensteine, so haben sie z.B. eine spitze Form. Wachsen sie in einem Nierenkelch, nehmen sie dessen Struktur an; sie können aber auch das ganze Nierenbecken ausfüllen.
Viele Harnsteine bleiben klein und treten mit dem Harnstrom in den Harnleiter ein. Hier können sie stecken bleiben und zu größeren Steinen weiter wachsen. Gelangen die Steine in die Blase, werden sie mit dem Harn leicht ausgespült und können aufgefangen werden. Nur bei Entzündungen der Blase und einem Harnrückstau ist es möglich, dass auch in der Blase die Steine größer werden.

Steine
Orte der Steinbildung und Formen der Steine

Die Farbe der Harnsteine kann sehr verschieden sein und hängt von der Zusammensetzung des jeweiligen Harnsteins ab.
Kalziumoxalat kann in einzelnen Kristallen glasklar und farblos sein. Größere Kristalle sind dagegen meist gelblich, und kompakte Steine können braun bis schwarz aussehen. Phosphathaltige Harnstiene sind meist grau bis weiß, während harnsäurehaltige Steine im allgemeinen braun bis dunkelrot sind.
Auch die äußere, aus vielen Kristallen bestehende Schicht der Harnsteine, kann sehr verschieden sein kann. Manche haben eine glatte Oberfläche, andere sehen außerordentlich bizarr aus und können grob kristallin sein. Wieder andere bilden mit feinen Kristallen eine raue Oberfläche. Die einzelnen Harnsteinarten haben also verschiedene äußere Erscheinungsformen. Aber auch im Inneren bestehen die Steine, wenn sie größer sind, häufig aus verschiedenen Schichten, in denen die Kristalle entweder locker oder kompakt angeordnet sein können.

  • Form, Farbe und Struktur eines Harnsteins können Hinweise auf den Ort der Steinentstehung und auf die Zusammensetzung des Steins geben.