Ernährung

Bei unbekannter Harnsteinart ist eine gemischte, vitaminreiche Kost zu empfehlen, die reichlich Ballaststoffe enthält und regelmäßig in Form von kleinen Mahlzeiten eingenommen wird. Auf üppige Mahlzeiten sollte man vor allem abends verzichten, da der Körper dadurch mit Abbauprodukten überlastet wird, die mit dem Harn ausgeschieden werden müssen und die Harnsteinbildung begünstigen. Für eine gesunde Ernährung ist die tägliche Gesamtaufnahme von Eiweiß (Fleisch, Fisch, Wurstwaren, pflanzliches Protein und Milchprodukte) mit 0,8 g/kg Körpergewicht ausreichend. Hauptlieferant ist tierisches Eiweiß, deshalb sollte der Gesamtverzehr dieser Produkte auf 150 g pro Tag beschränkt werden. Suppen können als zusätzliche Flüssigkeitszufuhr dienen, sollten aber – wie alle anderen Speisen – nicht zu stark gesalzen sein und wenig Fleischextrakte enthalten.
Zu den täglichen Nahrungsmitteln sollten auch solche mit einem hohen Ballaststoffgehalt gehören, wie z.B. Vollkornprodukte und bestimmte Gemüsesorten. Milch und Milchprodukte wie Quark, Joghurt und Käse sollten eingeschränkt verzehrt, es sollte aber auch nicht ganz darauf verzichtet werden. 1 Glas Milch, 1 Becher Joghurt oder 1 Scheibe Käse (30g) können beispielsweise auf dem Tagesplan stehen.
Bestimmte Gemüsesorten wie Spinat, Rote Beete, Mangold und Rhabarber haben einen hohen Oxalsäuregehalt und können bereits in geringen Mengen zur Steinbildung beitragen. Sie sollten deshalb am besten ganz auf diese Gemüsesorten verzichten. Auch Nüsse sollten nur in geringen Mengen gegessen werden. Dagegen trägt Steinobst nicht zur Steinbildung bei und kann daher beliebig in den Speiseplan aufgenommen werden.
Unbedingt notwendig ist es, die Kochsalzzufuhr einzuschränken, da eine vermehrte Kochsalzaufnahme zur vermehrten Ausscheidung von steinbildenden Substanzen im Harn beiträgt. Ebenso begünstigt eine reichliche Zuckeraufnahme, wie sie auch beim Genuss von Limonaden auftritt, die Bildung von kalziumhaltigen Harnsteinen.
Die Ernährung sollte in jedem Fall so ausgewogen sein, dass es zu keiner ungesunden Gewichtszunahme kommt und etwaig bestehendes Übergewicht abgebaut werden kann.

  • Richten Sie als Harnsteinpatient Ihre Ernährung so ein, dass Sie eine abwechslungsreiche, vitaminreiche Kost mit reichlich Ballaststoffen aufnehmen.
  • Nehmen Sie keine großen Mengen kalzium- bzw. oxalsäurehaltiger Speisen auf.
  • Schränken Sie die Kochsalzzufuhr ein.