Geringe Harnmenge

Die Harnsteinbildung beruht häufig auf einer zu geringen und unregelmäßigen Flüssigkeitszufuhr, wodurch der Harn über lange Perioden sehr konzentriert ausgeschieden wird. Starkes Schwitzen bei schwerer körperlicher Arbeit, in der Sauna, bei Leistungssport und bei heißem Klima führt zu hohen Flüssigkeitsverlusten des Körpers; in der Folge entsteht nur sehr wenig und sehr konzentrierter Harn. Daher treten Harnsteine nach den Sommermonaten besonders gehäuft auf.
Auch bei Durchfällen kommt es durch den starken Flüssigkeitsverlust über den Darm zu einer geringen Harnbildung. Grundsätzlich sollte die Harnmenge bei jedem Steinpatienten mindestens 2 Liter pro Tag betragen. Dadurch kann eine ausreichende Harnverdünnung erreicht werden. Jedoch ist darauf zu achten, dass über den ganzen Tag (auch nachts) ein gleichmäßiger Harnfluss erreicht wird. Jeder Patient sollte die notwendige Flüssigkeitszufuhr mit seinem Arzt besprechen, zumal dabei auch andere Erkrankungen (etwa an Herz, Lunge oder Niere) berücksichtigt werden müssen.