Harnsäuresteine: Ernährungsempfehlungen bei Harnsteinleiden

  1. Purinzufuhr
    Der Verzehr von Fleisch, Fisch oder Wurstwaren sollte auf ca. 150 g/Tag reduziert werden, da die in den Nahrungsmitteln enthaltenen Purine zu Harnsäure verstoffwechselt werden und so das Risiko der Steinbildung erhöhen.
    Puringehalt von Nahrungsmitteln pro 100 g
    Fleisch

    durchschnittlich 150 mg

    Fisch ohne Haut

    durchschnittlich 150 mg

    Kalbsbries

    900 mg

    Leber

    255-360 mg

    Nieren

    210-360 mg

    Geflügelhaut

    300 mg

    Hering mit/ohne Haut

    320/190 mg

    Erbsen, grün

    150 mg

    Bohnen, weiß

    180 mg

    Linsen, getrocknet

    200 mg

    Sojabohnen

    220 mg

    Steinpilze

    80 mg

    Sardinen

    350 mg

    Sardellen, Anchovis

    260 mg

    Sprotten

    500 mg

  2. Purinzufuhr bei alternativer Ernährung
    Puringehalt von Nahrungsmitteln pro 100 g

    Sojaknackwurst

    220 mg

    Tofu

    70 mg

    Buchweizen

    150 mg

    Gekochte Vollkornnudeln

    50 mg

    Knackwurst

    110 mg

    Quark

    0 mg

    Weizen

    90 mg

    Normale gekochte Nudeln

    30 mg

  3. Geeignete Nahrungsmittel
    • Gemüse
    • Eier
    • Obst
    • Milchprodukte
    • Getreide (Brot, Teigwaren, Flocken etc.)
  4. Bevorzugte Getränke
    • Hydrogencarbonatreiches Mineralwasser (HCO3 > 1500 mg/l), z.B. Apollinaris, Staatl. Fachingen, Birresborner, Brohler, Burg-Quelle, Dauner
    • Harnneutrale Getränke: Nieren-, Blasen-, Früchtetees, verdünnter Apfelsaft
    • Beachten: Bohnenkaffee oder schwarzer Tee, max. 2 Tassen/Tag
    • Meiden: alkoholische Getränke, Cola-Getränke, Limonaden