Häufigkeit von Harnsäuresteine

Menschen
Die Häufigkeit der Harnsteinarkrankung ist regional unterschiedlich.

 

Harnsäure ist ein Endprodukt von Stoffwechselvorgängen und muss als Abfallprodukte über die Nieren ausgeschieden werden. Harnsäuresteine sind deshalb eine der wichtigsten Steinarten

Sie treten in Abhängigkeit von Region unterschiedlich häufig auf. So enthalten im Norden Deutschlands etwa 12 % aller Harnsteine Harnsäure während im Süden, wie z.B. in Franken und Bayern sowie im Osten Österreichs, über 20 % der Harnsteine aus Harnsäure bestehen. Männer haben etwa dreimal häufiger Harnsäuresteine als Frauen.

Charakteristisch für die Bildung von Harnsäuresteinen ist ein sehr saurer Harn, dessen Säurewert unter 6,0 liegt.

Zwischen Gicht und Harnsäuresteinbildung besteht ein enger Zusammenhang: 40% der Gichtpatienten bilden sich Harnsäuresteine.

Ursachen

Wichtige Ursachen für die Bildung von Harnsäuresteinen sind gutes Essen und reichlicher Bier- bzw. Most- oder Weinkonsum. Patienten mit Harnsäuresteinen sind deshalb meist übergewichtig. Auch Veränderungen im Stoffwechsel können die Ausscheidung von Harnsäure im Urin erhöhen und damit eine Steinbildung begünstigen.