Maßnahmen bei Mischsteinen

Alle Harnsteinarten können in den Nieren eine Entzündung und dadurch die Bildung von Struvit verursachen. Somit muss bei Struvitsteinen auch an Mischpartnergedacht werden. Liegen Mischpartner vor, sollten sowohl die Entzündung als auch andere Ursachen behandelt werden. Bei allen Mischsteinen muss viel Flüssigkeit aufgenommen werden. Die häufigsten Mischsteine bestehen aus:

Magnesium- Ammonium- Phosphat (Struvit) + Kalziumphosphat (Karbonatapatit)

Diese Mischsteine entstehen durch eine Entzündung, bei der harnzersetzende Bakterien im Harntrakt und meist eine erhöhte Kalziumausscheidung im Harn nachzuweisen sind. Die Behandlung der Entzündung steht bei Struvitsteinen stets im Vordergrund.

Ein über 6,8 liegender Säurewert des Harns kann mit säuernden Medikamenten auf unter 6,2 eingestellt werden. Eine erfolgreiche Behandlung ist meist erst nach Entfernung aller Steine möglich.

Struvit – Ammoniumurat

Ammoniumurat ist ein Salz der Harnsäure, welches bei einer Entzündung durch harnzersetzende Bakterien gebildet werden kann. Vorausstetzung hierfür ist eine erhöhte Harnsäureausscheidung. Durch entsprechende Medikamente kann diese gesenkt werden.

Eine Säuerung des Harns zur Vermeidung der Struvitkristallisation sollte vorsichtig erfolgen, da sonst Harnsäure- Kristalle ausfallen können. Der Säurewert im Harn sollte nicht unter 6,5 liegen. Bei Säuerung ist es erforderlich, stets auch ein den Harnsäurewert senkendes Medikament einzunehmen. (z.B. ein Allopurinol- Präparat)

  • Bei Struvitmischsteinen muß zuerst eine vorhandene Entzündung der Harnwege behandelt werden.
  • Die Ursachen der Bildung von Mischanteilen müssen sorgfältig ermittelt werden.